Coinrail Hack sorgt für Nervosität am Krypto-Markt. Am Wochenende sorgte ein erneuter Hackerangriff auf eine Kryptobörse für eine enorme Talfahrt am Markt und einen massiven Kurseinbruch beim Bitcoin.

Die südkoreanische Krypto-Handelsplattform Coinrail verkündete am Sonntag einen Hackerangriff, bei dem laut Expertenschätzung Coins im Wert von bis zu 40 Milliarden Won, umgerechnet rund 31 Milliarden Euro, gestohlen wurden. Das wären ca. 30 Prozent der auf der Plattform gehandelten digitalen Münzen.

Coinrail ist eine der kleineren, nicht zu den 14 selbstregulierten Handelsplattformen gehörende, südkoreanische Kryptobörse auf der hautsächlich die eher unbekanntere Cryptocurrency Pundi X gegen Bitcoins gehandelt wird. Genau diese soll laut Coinrail Statement vom Diebstahl betroffen sein. Der Bitcoin wurde in der Meldung vom Sonntag jedoch nicht erwähnt. Mit dem aktuellen Angriff wird deutlich, wie anfällig kleine Börsenbetreiber mit deutlich niedrigeren Sicherheitsstandards für Attacken wie die vom Wochenende sind, erklärt Kim Jin-Hwa, ein Vertreter der Korea Blockchain Industry Association.

Nach dem Bekanntwerden des Hacks sackte der Bitcoin auf ein Zwei-Monats-Tief von 6650 Dollar ab. Damit verlor die Kryptowährung zeitweise um über 10 Prozent.

Coinrail Angriff: Krypto-Kurse auf Talfahrt

Aber nicht nur Bitcoin-Anleger sorgen sich um ihre Investitionen. Auch andere Altcoins sind von dem massiven Crash betroffen. So mussten Währungen wie Ripple, EOS, IOTA und TRON sogar zeitweise Kurseinbußen zwischen 15 und 20 Prozent verzeichnen. Damit gehören sie zu den größten Verlierern der gestrigen Kurs-Talfahrt.

Bitcoin Talfahrt- Coinrail Hack sorgt für massiven Kurseinbruch Statistik
Bildquelle: https://www.cryptocompare.com/

Bitcoin Crash: Weitere Ursachen neben dem Coinrail Hack

Neben dem Hack der südkoreanischen Börse könnten auch andere Faktoren in den Abwärtstrend der gesamten Krypto-Szene mit eingespielt haben. So wurden erst kürzlich die wichtigsten Kryptowährungsbörsen Coinbase, Kraken und Bitstamp von der US-Commodity Futures Trading Comission vorgeladen, um mögliche Preismanipulationen zu klären. Außerdem nennen Experten auch den massiven Rückgang an Bitcoin-Handelsvolumen als mögliche Ursache für den Einbruch der Zahlen. So betrug das Handelsvolumen der Kryptowährung im Januar 2018 noch über 14 Milliarden Dollar. An diesem Sonntag jedoch betrug es gerade einmal 3,6 Milliarden. Dieser Rückgang könnte bei Anlegern nicht nur eine kurzfristige Unsicherheit verursachen sondern auch den Seitwärtstrend der letzten Wochen in Frage stellen. Der Flash Crash könnte demnach eine Manifestieren dieses Trends darstellen.