Nachdem das Blockchain-Projekt Block.One bereits in den vergangenen Wochen positive News um einen milliardenschweren ICO vermelden konnte, holt sich das Startup nun auch noch prominente Investoren ins Boot. Neben Star-Investor Peter Thiel beteiligten sich auch die Milliardäre Alan Howard und Louis Bacon an der Finanzierungsrunde. Ebenfalls mit an Bord ist das chinesische Mining-Unternehmen Bitmain. Gemeinsam sollen die Investoren einen zweistelligen Millionenbetrag in die Kassen des Startups gespült haben.

Rekord-ICO für Block.One

Anfang Juli bereits sorgte das Startup mit einem Rekord-ICO für Schlagzeilen. Damals stellte es den 1,7 Milliarden Dollar ICO des Messengerdienstes Telegram ein und mit dem fast einjährigen Tokenverkauf und Einnahmen von vier Milliarden Dollar auch fast alle klassischen Börsengänge in den Schatten. Mit der erneuten Finanzierungsrunde füllt Block.One sicher nicht nur die Finanzmittel auf, sondern setzt eher auf prominente Investoren, die dem Startup auch außerhalb der Kryptoszene einige Türen öffnen könnten. Neben den neuen Kapitalgebern investieren auch deutsche Unternehmer in Block.One. So ist seit Längerem auch die Cryptology Asset Group um Unternehmer Christian Angermayer als institutioneller Anleger involviert. Dieser soll auch die aktuelle Finanzierungsrunde organisiert haben. Auch die Verknüpfung mit Thiel könnte Angermayer angeschoben haben. Beide sind langjährige Geschäftspartner und u.a. bei der Hamburger Fintech Desposit Solutions sowie der Kölner Kryptobörse Nextmarkets beteiligt.

EOS – Ethereum Killer skaliert Transaktionen mit Block.One Software

Block.One entwickelt derzeit eine dezentrale Software-Plattform namens dApps. Unter der Firmierung EOS, die in der Kryptoszene den Beinamen „Ethereum Killer“ weg hat, versucht das Block.One Team die Skalierung der möglichen Transaktionen voranzutreiben. Schafft es Etereum, die aktuell zweitgrößte Kryptowährung der Welt, rund 15 Transaktionen pro Sekunde durchzuführen, spricht das Whitepaper von EOS davon, die Transaktionen auf bis zu 6000 pro Sekunde auszubauen. Um diese zu bewerkstelligen, muss jedoch auch EOS auf die Infrastruktur anderen Blockchains wie beispielsweise Ethereum zurückgreifen. Mit Eosio, konnte das Team jedoch im Juli erstmals eine eigene Blockchain aufsetzen, die als Grundlage für die Infrastruktur anderer Projekte dienen soll.

Block.One will Meta-Plattformen dezentralisieren

Aktuell gehen Kenner der Kryptoszene davon aus, dass in Zukunft vor allem Meta-Plattformen eine entscheidende Rolle spielen werden. Ethereum und EOS versuchen daher sich als Alternative zu den etablierten Betriebssystemen wie Android oder iOS zu positionieren. Der Unterschied läge jedoch darin, dass die Infrastruktur nicht einem einzelnen Unternehmen unterliege, sondern dezentral kontrollierbar und weiterentwickelbar sei. Dafür ist es aber notwendig, dass viele Unternehmen diese neue Infrastruktur nutzen und das Ökosystem mit Leben, den dApps, füllen. Entsprechend plant Block.One auch mindestens eine Milliarde seines ICO and Startups auszuschütten, die die Entwicklung von EOS-Anwendungen vorantreiben.