Laut einer aktuellen Studie von Chainalysis gelten zwischen 2,79 bis 3,79 Millionen Bitcoins für immer verloren. Das macht zwischen 17 und 23 % der bisher gesourchten Bitcoins aus. Grundlage für die Ergebnisse dieser Studie sind jedoch nicht nur alle in der Blockchain verzeichneten Bitcoin-Transaktionen. So zogen die Forscher auch Berichterstattungen über verlorene Coins, u.a. tatsächlich gelöschte, durch Hacker gestohlene und Datenverluste verlorene gegangene Bitcoins, mit in ihre Kalkulationen ein. Auch Coins, die schon seit längerem nicht mehr bewegt wurden, gelten laut Untersuchungen bis zu einem gewissen Prozentsatz als verloren.

Geschätzte Bitcoin Verluste* im Jahr 2017

Von 604.388 neu geschürften Bitcoins sind 0% verloren gegangen.

Von den 6.066.664 Bitcoins, die in Transaktionen verwendet wurden, gingen rund 2%, also 121.333 verloren.

Rund 50% der 5.110.898 Bitcoins in Hold, die also zwischen 2 und 7 Jahren nicht transferiert wurden, sollen verloren sein. Das bedeutet den Verlust von 2.555.449 Bitcoins.

Bei den strategisch investierte Coins, die seit 1 bis 2 Jahren in Hold sind, sollen es rund 2%, also 71.151 sein, die dem Verlust zugeschrieben werden.

Die Studie geht davon aus, dass 100% der 1.041.715 ursprünglichen Satoshi-Coins verloren sind.

*Die Werte stammen von Chainalysis.

Anhand der Forschungen wird klar, dass im Jahr 2040, nachdem alle vorhanden 21 Millionen Bitcoins von Minern geschürft wurden, nicht annähernd so viele Coins auf dem Markt existieren werden. Sicher ist wohl, dass nach der enormen Wertsteigerung und aktuell rekordverdächtigen Höchstmarken des Bitcoins mit weniger Verlusten durch Löschungen oder Datenverlust zu rechnen ist. Kaum ein Besitzer wird mehr leichtfertig mit diesen wertvollen Daten umgehen.

Ebenfalls als verschwunden oder aktuell nicht ermittelbar gelten die originalen Satoshi-Coins des mysteriösen Bitcoin Erfinders. Wer sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto und somit als Mastermind hinter den Bitcoins verbirgt, ist bis heute unklar. Spekulationen über die Identität der Person oder der Gruppe, die sich seit 2011 nicht mehr öffentlich zu Wort gemeldet hat, reichen von Tesla Chef Elon Musk bis hin zum 2013 verstorbenen IT-Forensiker Dave Kleinbahn. Sollte er der Holder der legendären 1.04 Millionen Satoshi Bitcoins gewesen sein, nahm er sein Wissen und dementsprechend auch die Coins im heutigen Wert von mehreren Milliarden Euro wohl mit ins Grab.