Nachdem der Fernbus-Anbieter Flixbus erst im Mai erfolgreich in den USA durchstartete, kann das deutsche Unternehmen jetzt bereits eine durchaus positive Bilanz ziehen. So positiv, dass der Münchner Busreise-Vermittler sein Angebot jetzt ausbaut und sogar verdoppelt. Neben neuen Routen in Mittel- und Nordkalifornien wird es auch Linien geben, die Kunden nach Nevada transportieren. Damit werden dann u.a. Städte wie San Francisco, Sacramento, Los Angeles, Bakersfield, San Jose und Reno angefahren.

Flixbus in den USA – Streckennetz-Ausbau und Fahrten zu Minipreisen

Der Ausbau des Streckennetz ist laut André Schwämmlein, Flixbus-Mitbegründer, die logische Konsequenz der stetig steigenden Nachfrage. Dies liegt wohl auch hauptsächlich an den extremen Kampfpreisen, die den neuen Player im Vergleich zu etablierten Fernbus-Anbietern, wie zum Beispiel Greyhound, deutlich attraktiver erscheinen lassen. So bietet Flixbus die Strecke San Francisco Sacramento, die immerhin stolze 150 Kilometer misst, bereits ab 4,99 Dollar an. Nach Los Angeles kommt man aus San Francisco auch schon für knapp 10 Dollar. Die Konkurrenz berechnet für einen einfache Fahrt nach L.A. zwischen 23 und 49 Dollar. Da ist das Interesse an dem neuen Anbieter nicht verwunderlich.

Flixbus verfügt in den USA über keine eigene Flotte, sondern setzt auf internationale Kooperationen mit lokalen Busunternhemern. Mit dieser Strategie wollen sich die Münchner gerade gegen große Konkurrenten wie Greyhound behaupten.

Flixbus – eine Erfolgsgeschichte made in München

2011 unter dem Namen GoBus von Daniel Krauss, André Schwämmlein und Jochen Engert gegründet und 2013 offiziell in Flixbus umbenannt, etablierte sich das Unternehmen schnell zum Marktführer des deutschen Fernbus-Marktes. Allein im Jahr 2017, so das Unternehmen, transportierte Flixbus über 40 Millionen Kunden. Mit dem Aufkauf von Megabus in 2016 bauten die Münchner ihr Liniennetz aus und fahren seitdem auch Italien und Spanien an. Mit der Expansion in die USA folgte in diesem Jahr der nächste Angriff auf große Märkte – und wie es aussieht ist auch hier Erfolg vorprogrammiert.

Bildquelle: Flixbus