Gerade einmal vor anderthalb Jahren launchte die Entwickler-Plattform Launchcircle. Nun soll Schluss sein. Rocket Internet zieht sein Kapital zurück und lässt die Ressourcen in andere Ventures fließen. So heißt es in einem Statement gegenüber dem Portal Gründerszente von Seiten Rocket Internets, dass man Launchcircle „erst einmal nicht weiterverfolgen“ würde.

Launchcircle Aus: Rocket setzt auf Programmierer-Vermittlung statt Custom Software Development

Das Startup entwickelte für andere Unternehmen, u.a. auch innerhalb des Rocket Netzwerks, Apps und MVPs. Damit soll nun erst einmal Schluss sein. Das Kapital, das man Launchcirle andachte, solle nun komplett in ein anderes Projekt investiert werden. So betätigte eine Sprecherin des Startup-Inkubators, dass alles Ressourcen in das Rocket eigene Venture Expertlead fließen sollen. Dieses vermittelt auf bestimmte Bereiche spezialisierte Entwickler an Unternehmen.

Auch wenn am Ende vielleicht die große Konkurrenz, wie Codecontrol, Hackerbay oder MVP Factory,  ausschlaggebend für den Rückzug Launchcircles war, möchte man sich bei Rocket nur vage zu den Beweggründen für das Aus des Startups äußern. So heißt es, dass man mit dem Projekt Expertlead einen besseren „Market-fit“ erreichen könne und sich aufgrund dessen für eine neue Fokussierung entschieden habe.

Launchcircle: Schwierigkeiten des Marktes betreffen auch die Konkurrenz

Klar ist, der Markt ist ein schwieriger. Auch die Skalierung des Geschäftsmodells stellt sich als komplizierter dar, als in den Gründungsjahren erwartet. Viele Firmen wüssten nicht genau, welche Produkt sie eigentlich bräuchten und auch in den einzelnen Abteilungen würden Unternehmen nicht genau kommunizieren können, was benötigt wird. Vielleicht auch gerade darum stellt sich die Situation für Custom Software Developer schwierig dar.

So kämpfte zuletzt nicht nur Launchcircle um neue Kunden. Auch das Berliner Startup Hackerbay musste seinen Fokus neu setzen und tritt nun verstärkt als Tech-Berater auf.

Rocket Internet: Schneller Rückzug auch bei anderen Ventures

Erst Ende des Jahres kündigte ein weiteres Startup aus dem Rocket Internet Netzwerk sein Aus an. So erklärte die Carsharing Plattform RideLink nach nur zwei Jahren an, keine Buchungen mehr annehmen zu können und verwies auf den Konkurrent  Drivy. Auch hier wurde ein schwieriger, mit Konkurrenten überfluteter Markt einem vielversprechenden Startup aus der Rocket Familie zum Verhängnis.