Mit seinen über 40 Jahren Erfahrung an der Wallstreet hat der Tech- und Media-Analyst Porter Bibb nun einen möglichen Deal unter Giganten angekündigt. So prophezeit der Veteran, dass in naher Zukunft die Übernahme von Netflix durch Microsoft anstehen könnte. So soll der Technik-Gigant schon länger versuchen ins Streaming-Business einsteigen, verfügt selbst jedoch über keinen nennenswerten Content, der dies möglich machen könnte.

„Sie bewegen sich so schnell, wie sie können, in das Cloud-Geschäft vor. Sie haben keine direkten Inhalte für die Verbraucher“, erklärte Porter Bibb der CNBC Squawk Box. „Ich denke, Netflix wird von Microsoft übernommen, das momentan keinen Inhalt hat.“

Microsoft: Interesse an Netflix

Netflix, das über einen Marktwert von rund 142 Milliarden Dollar verfügt, konnte seinen Aktienwert um über 100% in den letzten 12 Monaten steigern. Und auch wenn es merkwürdig klingt, dass Microsoft Interesse an Netflix äußern könnte, ziehen Markt-Beobachter seit einiger Zeit diese Übernahme in Betracht und wissen, dass Microsofts Budget Netflix erlauben könnte noch höher Gehaltschecks an Hollywood und große Filmstudios zu zahlen.

Mit einem Marktwert von rund 739 Milliarden, konnte sich Microsoft über einen deutlichen Anstieg seiner Aktien freuen. Nach der Veröffentlichung des vierteljahlichen Quartalsgewinn konnte  des Unternehmen sogar die Prognose der Wall Street Analysten übertreffen. Angetrieben wurde dieser enorme Aufschwung unter anderem durch die Bestrebungen im Cloud-Computing Business, welche mit der Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Service in Konkurrenz steht. Damit hat die Microsoft-Aktie in den letzten 12 Monaten um fast 40 Prozent zugelegt.

Sowohl Microsoft als auch Netflix kommentierten die Anfrage von CNBC nicht.

Microsoft und Netflix sind nicht die einzigen geplanten Mediafusionen

Bibbs Prognose für Netflix und Microsoft kommt in Zusammenhang mit einer weiteren gigantischen geplanten Medienfusion: Walt Disney will die Vermögenswerte von Tewenty-First Century Fox übernehmen. Quellen teilten CNBC mit, dass auch der Kabel Konzern Comcast auf eine Übernahme von Fox spekuliert. Die Vorbereitung eines All-Cash-Angebot für das Entertainment-Asset von Twenty-First Century Fox solle aber nur gelten, wenn die Regierung das Angebot von AT & T Time Warner zu kaufen genehmigt.

Bibb steht einer Übernahme von Comcast und Twenty-Firts-Century jedoch skeptisch gegenüber, da seiner Ansicht nach der Medienmogul Rupert Murdoch sein Fox-Vermächtnis mit Disney verknüpfen will. Laut Bibb steht für Murdoch „nicht das ganze Geld“ im Vordergrund der Verhandlungen.