Der US-amerikanische Messenger-Dienst Slack hat in der aktuellen Finanzierungsrunde 427 Millionen Dollar eingesammelt. Damit ist diese Finanzierungsrunde die größte in der Firmengeschichte der Kalifornier. Die Bewertung für den Nachrichtendienst stieg damit auf 7,1 Milliarden Dollar, teilte das kalifornische Unternehmen auf dem firmeneigenen Blog mit. Angeführt wurde die aktuelle Finanzierung vom kalifornischen Investment-Group Dragoneer und dem in New York ansässigen Private-Equity-Investor General Atlantic.

Slack – Messenger-Dienst für firmeninterne Kommunikation

Slack etablierte sich auf dem US Markt als beliebter Messenger-Dienst und wird vor allem für firmeninterne Kommunikation genutzt. So können Mitarbeiter in offenen aber auch geschlossenen Gruppen kommunizieren und Daten und Nachrichten austauschen. In Archiven kann nach diesen Dateien dann zusätzlich gesucht auch werden. Im Grunde soll der Dienst die Kommunikation in Unternehmen entschlacken und den Mitarbeitern eine bessere Möglichkeit geben, in Projektarbeiten eingebunden zu werden.

Team-Messenger wie Slack erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Laut Schätzung des Marktforschungsinstituts Gartner, laufe bereits die Hälfte aller Unternehmenskommunikation über solche Tools. Die aktuelle Slack-Finanzierung zeigt erneut die Bedeutung und das Potenzial.

Slack – Marktführer mit enormem Wachstum

Auch die Position des Marktführers baut Slack mit dem frischen Kapital weiter aus. So legte das Unternehmen in den letzten vier Jahren ein rasantes Wachstum hin. 2014 verzeichnete der Messenger-Dienst rund 500.000 Nutzer. Heute sind es weltweit rund 8 Millionen User, die das Tool der Kalifornier täglich nutzen. Und das soll es noch lange nicht gewesen sein. So teilt Slack auf dem eigenen Blog mit „Wir haben die neue Finanzierungsrunde angestrebt, damit wir noch mehr Ressourcen und eine größere Flexibilität haben, um unsere Kunden besser bedienen und unser Business weiter entwickeln zu können“. Mit dem Kapital dieser Runde steigt das Gesamtinvestment in Slack auf 841 Millionen Dollar, wobei die Finanzmittel aus den vorangegangen Runden noch nicht einmal angetastet wurden. Erst im Herbst 2017 sammelte Slack 250 Millionen Dollar, u.a. vom japanischen Telekommunikations-Unternehmen SoftBank, welches kürzlich auch in das deutsche Startup Auto 1 investierte, ein.

Auch wenn sich etliche Konzerne wie Google, IBM, Cisco und Facebook sich an Messenger-Diensten für Firmen versuchen, sieht Slack das Rennen um die Marktführung gelassen. So erklärt Slack CEO Stewart Butterfield gegenüber dem Handelsblatt „Es ist bislang kein wirklich einsatzfähiges Produkt, Microsoft ist momentan zwei Jahre hinterher – selbst bei Basisfunktionen.“  Trotzdem stärke die Konkurrenz den Markt und zeige, wie wichtig Programme für kollaboratives Arbeiten jetzt und in Zukunft sein können.