Auslandsüberweisungen günstig wie nie – das ist das Versprechen von TransferWise. Mit diesem Konzept konnte das 2010 von Skype-Erfinder Taavet Hinrikus gründete FinTech Unternehmen nun in der E-Finanzierungsrunde erneut Investoren, wie den in Silicon Valley ansässige Venture Capitalist IVP und das Asset-Management-Unternehmen Old Mutual Global Investors (OMGI), von sich überzeugen und stolze 280 Millionen Dollar einsammeln. TransferWise, mit Sitz in London und 700 Mitarbeitern an neun Standorten, plant mit dem neuen Kapital das Wachstum im Asien-Pazifik-Raum anzukurbeln.

Auslandsüberweisungen bei TransferWise zur günstigen Konditionen

TransferWise bietet Kunden die Möglichkeit, zu besonders guten und deutlich billigeren Konditionen, als es den meisten Banken und Finanzdienstleistern möglich ist, Überweisungen in unterschiedliche Währungsräume zu tätigen – und das zu Echtzeit-Wechselkursen.

Die Idee zu TransferWise kam Taavet Hinrikus, der nach dem Verkauf von Skype an eBay und später Microsoft noch immer für den estnischen Videotelefondienst arbeitete, aber selbst in London lebend, nun sein Gehalt von Euro in Britische Pfund umtauschen musste. Ähnlich erging es seinem späteren Mitgründer Kristo Käärmann, der in London in Pfund bezahlt wurde, jedoch eine Hypothek in Estland in Euro abzahlen musste. Sowohl Hinrikus als auch Käärmann zahlten enorme Gebühren für diese ständigen Überweisungen in verschiedenen Währungen. Darum taten sich die beiden schließlich zusammen und halfen sich gegenseitig. So war der Grundstein für TransferWise gelegt. Gäbe es eine Plattform auf der sich viele Menschen gegenseitig aushelfen würden, wäre es möglich Auslandsüberweisungen wesentlich günstiger als bei Banken oder Anbietern von Geldtransfers, wie beispielsweise Western Union oder MoneyGram, bei denen für internationale Geldtransfers Gebühren ab rund 10 Euro fällig sind, anzubieten.

Dass TransferWise seit 2017 profitabel ist, beweist, dass akuter Bedarf an diesen Geldtransaktionen besteht. So erklärt der Gründer „Schon heute überweisen unsere Kunden jeden Monat täglich mehr als eine Milliarde Euro und nutzen unsere Plattform für alle denkbaren Gründe – von der Unterstützung ihrer Familien zu Hause über die Bezahlung von Rechnungen im Ausland bis hin zur Expansion des eigenen Unternehmens“. Und diese Kunden sollen laut Berechnung des Unternehmens jeden Tag durch die ständige Aktualisierung der Wechselkurse und die niedrigen Gebühren für ihre Transaktionen rund 1,5 Millionen Euro sparen.

TransferWise Borderless – das virtuelle internationale Konto

Mit Borderless bietet TransferWise seit Mai 2017 ein neues Finanzprodukt an. So erhält der Kunde ein virtuelles internationales Konto, mit dem er seinen Zahlungen aktuell in bis zu 28 verschiedenen Währungen leisten kann. Dabei erhält er für die jeweiligen Länder jeweils lokale Kontodaten, so als besäße er ein Konto vor Ort. Aktuell ist dieser Service lediglich für Unternehmen erhältlich, soll aber Anfang 2018 auch für Privatkunden verfügbar sein. Diese erhalten dann auch eine eigene Karte für dieses Konto.

Dass der Markt für internationale Überweisungen stets wächst, beweisen nicht nur die starken Investoren, wie Richard Branson, Andreessen HorowitzSeedcamp, Max Levchin, Valar Ventures, Vikram Pandit sowie aktuell IVP und Old Mutual Global Investors (OMGI), die auf TransferWise setzen, sondern auch die zahlreichen Konkurrenten wie HiFX, OFX, Currencyfair oder Currencies Direct.

Bildquelle: TransfeWise