Die börsennotierte deutsche Technologiebank FinTech Group kann sich über eine neue Beteiligung freuen. Kurz vor Jahresende sicherte sich der US-amerikanische Bankriese Morgan Stanley 5% der Firmenanteile. Damit hebt das Unternehmen seine bereits seit 2016 erfolgreiche strategische Partnerschaft mit dem Online Broker und FinTech Tochter flatex rund um die Themen Zertifikate und Optionsscheine auf ein neues Level. Aus dem Umfeld des Unternehmen war zu vernehmen, dass Morgan Stanley mit dem Einstige bei der FinTech Group die weitere Zusammenarbeit absichern wolle. flatex ist nach eigenen Angaben der Marktführer im Bereich strukturierter Produkte im deutschen Retailmarkt. Damit konzentriert sich das in New York ansässige Bankhaus Morgan Stanley ab sofort nicht nur stärker auf den äußerst rentablen Markt der strukturierten Produkte, sondern nimmt auch anderen internationalen Unternehmen, die um eine Zusammenarbeit mit flatex buhlten, den Wind aus den Segeln. Branchenkenner vermuten, dass in der Zukunft eine weitere Beteiligung über die aktuellen 5% hinaus zu erwarten ist. Jedoch müsste Morgan Stanley nach US-Bankrecht dann auch eine regulatorische Überwachungsfunktion bei der FinTech Group übernehmen, was zum jetzigen Zeitpunkt wohl ein sehr großer Schritt wäre.

Morgan Stanley & FinTech Group – weiterer Aufschwung in 2018 erwartet

Als Top-Performer an der deutschen Börse, konnte die FinTech Group im vergangenen Jahr um mehr als 100% zulegen. Damit liegt die Marktkapitalisierung aktuell bei rund 550 Millionen Euro. Diesen Trend möchten die Frankfurter natürlich auch im Jahr 2018 fortsetzen. Im Dezember prognostizierte der Vorstand einen erwarteten Mindestumsatz von 120 Millionen Euro, ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 40 Millionen sowie einen Jahresüberschuss von 24 Millionen Euro. Damit würde das Fintech-Unternehmen das Vorjahresergebnis von 100 Millionen Umsatz und 16,8 Millionen Jahresüberschuss noch einmal deutlich toppen.

Für flatex selbst peilt das Unternehmen nach riesigen Erfolgen im Vorjahr einen Zuwachs von 30.000 Neukunden aus Deutschland und Österreich an. Außerdem verspricht sich das Unternehmen auch von einer Expansion in ein weiteres Land zahlreich neue Kunden von ihren Finanz-Produkten überzeugen zu können. Und auch im B2B Bereich wollen die Finanzexperten mit ihrem eigenen Kernbanksystem für andere Privat- und Spezialbanken weiter durchstarten. So erklärte CEO Frank Niehage, dass die FinTech Group in 2018 mit vier bis sechs neuen Großmandanten rechne.

Besonders erfreulich ist die positive Entwicklung der FinTech und seiner Tochtergesellschaften für den größten Aktionär. Mit einem Anteil von 17% ist dies die börsennotierte Private Equity Gesellschaft Heliad Equity Partners.

Bildquelle: PR Morgan Stanley