Das Münchner Parkplatz-Startup Cleverciti kann sich über eine erfolgreiche Investitionsrunde freuen. Die Bayern konnten in der aktuellen Finanzierung stolze 12,6 Millionen Euro einsammeln. Neben den Alt-Investoren SPDG, dem Family Office der belgischen Unternehmensgruppe Périer-D’leteren, war dieses mal auch der Energiekonzern EnBW mit seinem New Venture mit an der Finanzierungsrunde beteiligt. Ebenfalls mit an Board ist The Westly Group, die in der Vergangenheit auch in den, aktuell immer wieder mit Produktionsschwierigkeiten kämpfenden, Autohersteller Tesla investierte.

Cleverciti strebt Ausbau intelligenter Städte an

Mit Hilfe des US-amerikanischen Venture Capitalist The Wesley Group wollen die Münchner ihr internationales Netzwerk mit Energieunternehmen ausbauen. Diese spielen bei der Entwicklung intelligenter Städte eine immense Rolle und sind maßgeblich beteiligt, den Ausbau und Umbau der Versorgungsmasten in wichtige strategische Datenhubs umzusetzen.

„Our team is proud that The Westly Group has chosen Cleverciti Systems to add to its prestigious investment portfolio,“ freut sich Thomas Hohenacker, Gründer und CEO von Cleverciti Systems, in einem Statement. „Our partnership with The Westly Group not only provides financial backing, but it opens many doors. Our goal is to become a leading player in the smart city environment, and partnerships are essential to make that happen. Our current utility company clients want to expand their smart data services. Cleverciti Systems’ innovative sensor technology generates accurate and real-time space-by-space parking data in a cost-effective way. To visualize the data at the poles, Cleverciti Systems has released a new digital signage system for user-friendliness.“

Mit dem frischen Kapital und den strategisch wichtigen Kontakten, will das Startup seine Expansion vorantreiben und wenn möglich, die Marktführung übernehmen. Aktuell betreibt das Startup neben seinem Hauptsitz in München Offices in Chicago und der San Francisco Bay Area. Hohenacker erklärt: „Diese Finanzierungsrunde ermöglicht Cleverciti Systems einen schnellen Ausbau der Aktivitäten in den USA, Europa und weiteren internationalen Märkten.“

Cleverciti: Parkplatzsuche leicht gemacht

Bereits seit 2012 versucht Cleverciti die tägliche Parkplatzsuche für Millionen von Autofahrern zu vereinfachen und damit auch den Verkehr in den Städten zu reduzieren. Um den durchschnittlichen Kampf um einen Parkplatz, der laut Cleverciti rund 20 Minuten beträgt, deutlich zu verkürzen, installiert das Startup an Straßenlaternen und Fassaden kleine Sensoren, die sekündlich ihre Umgebung scannen und dem eigens entwickeltem System die Daten übermitteln. Das clevere Parkraum-Management kann dadurch Echtzeit-Informationen über die Belegung von Parkplätzen liefern. Davon profitieren Autobesitzer, Parkplatzbetreiber aber auch die Städte.

Laut Cleverciti kann ein Sensor bis zu 400 Meter und 300 Stellplätze abdecken. Aktuell sind die Systeme der Münchner in 15 Ländern in rund 30 Städte-Projekten im Einsatz.

Boom bei den Parkplatz-Startups

Cleverciti ist nicht das einzige Startup das aktuell riesige Erfolge verbuchen kann, denn die Branche der Parkplatz-Startups boomt seit Jahren. So konnten sich in den vergangenen Monaten bereits Evopark über einen erfolgreichen Exit und Parkpocket  über die Übernahem durch Continental freuen. Auch Automobil-Giganten wie VW tüfteln an smarten Lösungen für die lästige Parkplatzsuche. So fördert das Unternehmen das Nürnberger Smart City Systems und deren Parking Pilot, einen kleinen Kasten, der an einem Parkplatz installiert die Informationen über die aktuelle Nutzung des Parkplatzes an eine Cloud sendet, in der User sehen können, wo gerade ein Stellplatz frei ist. Auch die Münchener von ParkHere versuchen mit energieautarken Bodensensoren solche Daten an ihre Kunden zu übermitteln.