Das Münchner Unternehmen ProGlove scheint auf einer enormen Erfolgswelle zu schwimmen. Nach dem Launch in 2014 und einer grandiosen Markteinführung des ersten Smart Gloves „Mark“ in 2016, kann sich das Startup-Unternehmen nicht nur über zahlreiche Großkunden, u.a. BMW, Ikea und  Lufthansa, freuen sondern auch über frisches Kapital.

In der aktuellen und damit zweiten Finanzierungsrunde sammelten die Münchner erneut 5,5 Millionen Euro ein und kommen so, mit den bisherigen 2,2 Millionen aus den vergangenen Jahren, auf eine Gesamtinvestitionssumme von 7,7 Millionen Euro. Diesmal zählen beispielsweise die deutschen Investoren DIVC und der Wachstumsfond Bayern zu den Unterstützern der aktuellen Finanzierung. Aber auch international sorgt das Tech-Startup für Begeisterung. So beteiligten sich auch die US-Investoren Intel Capital und Gettylab an der Runde. Und genau für die internationalen Verknüpfungen soll das frische Kapital genutzt werden.

ProGlove - erneut 5,5 Millionen für intelligente Handschuhe - Produkt Mark
ProGloves Erfolgsmodell „Mark“, Bildquelle: ProGlove

Bereits seit Anfang des Jahres versuchen die Gründer von ProGlove Kontakte in den USA zu knüpfen. So sind die Münchner mit der Unterstützung des German Accelerators Tech-Teams in und New York und dem Silicon Valley unterwegs, um das eigene Netzwerk auszubauen. Bereits im Januar freuten sich das Gründerteam um Thomas Kirchner,  Paul Günther,  Jonas Girardet und Alexander Grots, neuen Chancen auf dem US-Markt ergreifen zu können. So sagten sie im Gespräch mit MunichStartup: „Der Gedanke, auch in andere Märkte einzutreten, besteht schon seit längerem. Speziell die USA haben ein großes Marktpotenzial im Bereich Industrial Wearables.“ Und genau deshalb wollen die Jungunternehmer dort anknüpfen und ihre intelligenten Handschuhe vermarkten.

ProGlove stellt Smart Gloves für die Industrie her. Unternehmen können durch den Einsatz der Spezial-Handschuhe Abläufe in der Fertigung und der Logistik schneller und sicherer gestalten. Außerdem unterstützten die ProGloves dank eingebauter Scanner und  Sensoren auch ein fehlerfreies Arbeiten. So erkennt der Handschuh beispielsweise die zu verarbeitenden Teile und gibt akustische Warnsignale, sollten falsche Handgriffe bei der Verarbeitung bzw. dem Einbau erfolgen.

ProGlove - erneut 5,5 Millionen für intelligente Handschuhe - Mark im Einsatz bei KUKA
ProGlove im Einsatz bei KUKA, Bildquelle: ProGlove
ProGlove - erneut 5,5 Millionen für intelligente Handschuhe - Mark im Einsatz bei BMW
ProGlove im Einsatz bei BMW, Bildquelle: Guenther Schmied

Bis heute kann sich das Münchner Startup bereits über ein großes Kundenportfolio von 250 Unternehmen, inklusive namenhaften Firmen wie BMW, Lufthansa, Ikea und Radcooon, aufbauen. Um dieses nun zu erweitern, wird das frische Kapital aus der aktuellen Finanzierungsrunde genutzt. Außerdem soll ein Teil der Investitionssumme auch für die Entwicklung und die Erweiterung des eigenen Produktangebots gesteckt werden.

Bildquellen: individuell gekennzeichnet; Titelbild: ProGlove