Schwierige Zeiten im Hause Springlane: Das Düsseldorfer Startup verliert nach den starken Verlusten  in den letzten Jahren nun auch noch zwei Investoren . Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures ziehen sich aus ihren Beteiligungen zurück.

Holtzbrinck und Tengelmann geben 27,5 Prozent von Springlane ab

Beide Risikokapitalgeber stiegen im Jahr 2013 in den damaligen Onlineshop für Küchengeräte ein. Gemeinsam investierten sie einen mittleren einstelligen Millionenbetrag und übernahmen damit 27,5 Prozent der Unternehmensanteile. Diese wurden nun vom Mitgründer und CEO Marius Till Fritzsche übernommen. Damit hält er nun mehr als 32 Prozent an Springlane. Die Investoren Gruppe u.a. bestehend aus Frankfurter VC Heliad Equity Partners, das Family Office Tripos des Unternehmers Peter Pohlmann sowie Ithaca Investments, die Ende 2015 das Startup mit elf Millionen Euro nachfinanzierte bleibt weiterhin an Bord.

Hohe Verluste und geplatzte Expansion bei Springlane

Trotz der hohen Investitionen und den Plänen dank einer weiteren Millionenrunde die Gewinnschwelle zu erreichen, fuhr das Unternehmen ab 2016 hohe Verluste ein. Mit 6,9 Millionen Euro waren die Zahlen 2016 deutlich schlechter als in den Vorjahren. Eine geplante Expansion nach Italien platzte und Springlane musste knapp ein Jahr nach dem Markteintritt 2015 die Geschäftstätigkeit dort wieder einstellen. Insgesamt erhielt das Unternehmen bis 2016 knapp 30 Millionen Euro an Investitionsgeldern, schrieb aber knapp 19,3 Millionen Verluste ab. 

Nach massiven Verlusten sollen 2018 schwarze Zahlen geschrieben werden

Neben Küchen-Equipment, wie Eismaschinen, Messern und Backformen, versucht das 2012 gegründete Startup auf seinem Onlineshop Kunden auch mit Rezeptideen und seinem Koch-Know-How zu überzeugen. Leider wandelt sich das ausgeklügelte Content-Marketing auf Pinterest, Instagram und Co, dass Kochfans auf die Seite holt, nicht in Verkäufe um. Auch wenn es aktuell keine genauen Angaben gibt, soll Springlane 2017 einen zweistelligen Millionenbetrag an Umsatz gemacht haben. Das Unternehmen peilt im aktuellen Geschäftsjahr 2018 laut eigenen Angaben erstmals schwarze Zahlen an.