Er hat es versprochen, nun liefert er ab – Elon Musk hatte für das Jahresende schwarze Zahlen bei Tesla angekündigt, nun kann der Firmenchef diese bereits am Ende des 3. Quartals verkünden.

Tesla Modell 3 sorgt für tolle Quartalszahlen

Musk schrieb in einem Investorenbrief „Das 3. Quartal 2018 war für Tesla ein wahrhaft historisches Viertel. Das Modell 3 war das umsatzstärkste Auto in den USA und gemessen am Volumen das fünftbest verkaufte Auto“ und verkündete einen Nettogewinn von 312 Millionen Dollar. Diese Nachricht sorgte nicht nur beim Tesla-CEO für gute Laune, auch die Aktionäre freuten sich über einen Anstieg der Aktie um 10 Prozent. Am Mittwoch lag die Aktie nach Börsenschluss bei 288,50 US-Dollar.

Tesla – Erstmals schwarze Zahlen seit 2016

Das aktuelle Quartal ist seit dem Börsengang 2010 erst das dritte Quartal, in dem der Elektroauto-Hersteller schwarze Zahlen schreibt. Zuvor gelang dies im Jahr 2013 und anschließend noch einmal 2016. Währenddessen hatte das US-amerikanische Unternehmen jedoch über 6 Milliarden Dollar Schulden angehäuft, von denen ein Teil in den kommenden Monaten fällig wird. Die aktuellen Gewinnmeldungen sollten die im letzten Jahr stark verunsicherten Anleger nun etwas beruhigen und die aktuelle Performance Teslas und das Erreichen und Überschreiten des Quartalszieles signalisiert, dass die Lieferengpässe und Produktionsschwierigkeiten bei Tesla endlich überwunden sind. Akshay Anand, leitender Analyst für Kelley Blue Book fasst zusammen, was viele denken „Tesla hatte ein sehr starkes Q3 und übertraf die meisten Erwartungen. Ein großes Lob an Elon Musk und sein Team, dass sie fast jeden überrascht haben. Nun bleibt die Frage – kann Tesla das zur Gewohnheit machen, oder ist das ein Blip auf dem Radar?“ Bleibt also abzuwarten, ob das Team um Musk die aktuelle Dynamik beibehalten und auch im kommenden Quartal überzeugen kann.

Ein schwieriges Jahr liegt hinter Tesla

Nicht nur die anfänglichen Produktionsrückstände und damit verbundene Stornierungen sorgten im vergangenen Jahresdrittel für ordentliche Turbulenzen. Auch Musks Verhalten und seine regelmäßigen Twitter-Skandale, die ihm u.a. Klagen und Strafzahlungen einbrachten, ihn aber auch letztendlich aus der Position des Vorsitzenden bei Tesla verdrängten, machten dem Unternehmen schwer zu schaffen. So hatte er im April die Privatisierung Teslas angekündigt und einen Aktienschub ausgelöst. Die SEC (Securities and Exchange Commission) verhängte daraufhin ein Bußgeld von 20 Millionen für das Unternehmen und gab Musk 45 Tage den Posten zu verlassen. Außerdem bestellte die Behörde zwei unabhängige Vorstandsmitglieder.

Bildquelle:  NASA Kennedy from United States (KSC-20160408-PH_KLS0003_0047) [Public domain or CC BY-SA 2.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons